Wolfgang Rössig

Traumstrand auf Maui

Aussteigerparadies Maui

Wolfgang Rössig ⚫ 17. Nov 2017

Die meisten Hawaii-Touristen kommen nie über Oahu hinaus. Dabei sind die übrigen fünf großen, wesentlich dünner besiedelten Hawaii-Inseln landschaftlich noch reizvoller. Um alle zu besuchen, sollte man schon mindestens drei Wochen Zeit mitbringen. Als Glamour-Ferienziel gilt Maui, das schon seit Jahrzehnten mit dem nicht unbescheidenen Slogan: „Maui no ka oi“ („Maui is the best“) wirbt. Wer möchte widersprechen?

Trotz aller Luxushotels gibt es auf Maui noch immer grandiose, aber völlig menschenleere Strände. Kein Wunder, dass man auf Maui besonders viele Aussteiger trifft, auch solche, die mal Rechtsanwalt oder Börsenmakler waren. Vielleicht war es der magische Sonnenuntergang im bunten alten Walfängerstädtchen Lahaina an der Westküste, mit dem Inselchen Lanai am Horizont, bevor man sich niederließ zum allnächtlichen Old Lahaina Luau, dem besten und traditionellsten Festschmaus auf Maui. Vielleicht konnten sie den unvergleichlichen Bedingungen für Windsurfer im Ho'okipa Beach Park nicht widerstehen, vielleicht wurde ihnen die traumhafte Kajakfahrt in der Napili Bay zum Verhängnis, vielleicht verfielen sie der Magie Mauis auf einer Fahrt über die spektakuläre kurvenreiche Küstenstraße in das entlegene, von der Zeit vergessene Hana an der Ostspitze, vorbei an grünen Tälern und Dutzenden tosender Wasserfälle.

Wer fürs Geldverdienen nur Laptop und Internetanschluss benötigt und in winterlichen Arbeitspausen zusehen möchte, wie Tausende von Buckelwalen durch den Meereskanal zwischen Maui und den Nachbarinseln Lanai und Molokai ziehen, der wird Maui verfallen. Immer wieder wird er, wie alljährlich 1,5 Millionen Besucher, lange vor Morgengrauen hinauf zum Kraterrand des Haleakala pilgern, zum „Haus der Sonne“, um den schon von Mark Twain bewunderten Sonnenaufgang über dem mit über 33 Kilometer Durchmesser größten Vulkankrater der Welt zu erleben. Ganz Manhattan könnte man da unterbringen. Auf dem Haleakala Highway geht es in nur 64 km langer Fahrt durch drei Klimazonen von Meereshöhe bis auf über 3000 Meter: Erst Palmen, dann Kiefern und Eukalyptus, und schließlich Lavawüste oberhalb der Baumgrenze. Ein unergründliches Geheimnis jedoch bleibt: Warum treten sich hier die Besucher bei Sonnenaufgang geradezu auf die Füße, während man bei Sonnenuntergang, der nicht minder berauschend ist, den Ort fast für sich allein hat?

Maui
Sonnenaufgang am Haleakala

Lanai und Molokai

Mauis Nachbarinseln sind zwar keine wirklichen Geheimnisse mehr, aber noch immer erstaunlich wenig besucht. Das kleine Lanai, einst die größte Ananasplantage der Hawaii-Inseln, lockt heute mit zwei Superluxushotels an Stränden mit kristallklarem Wasser, in dem im Winter die Buckelwale spielen. Molokai fasziniert mit üppiger Vegetation, mächtigen Wasserfällen, über tausend Meter steil abfallenden Klippen und Einwohnern, die noch einen weitgehend traditionellen hawaiianischen Lebensstil pflegen, fischen, jagen und das meiste selbst anbauen, was sie zum Leben brauchen. Hier gibt es weder Fastfood-Ketten noch Straßenampeln, dafür jede Menge unberührte weiße Traumstrände. Der Unterwasserpark vor der Küste des winzigen Molokini im Süden von Maui ist wiederum ein Paradies für Schnorchler und Taucher. An Land gehen darf man nicht: Das Inselchen ist ein Vogelschutzgebiet, aber angesichts der fast senkrecht abfallenden Küste bedauert das auch niemand.

Praktische Infos

Tourist Information

Go Hawaii

int.gohawaii.com/de/

Beste Reisezeit

Die Hauptsaison Hawaiis ist Mitte Dezember bis März. Dann herrschen angenehme Temperaturen um maximal 27 Grad, doch auch im Sommer ist es nur wenige Grad wärmer. An den von Korallenriffen geschützten Stränden herrschen das ganze Jahr über beste Badebedingungen, im Winter kann es an offenen Ozeanstränden gefährlich hohe Wellen geben: aber genau das zieht die besten Surfer der Welt nach Oahu.

Einreisebestimmungen

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen zur Einreise in die USA einen noch mindestens 6 Monate gültigen, elektronisch lesbaren Reisepass (der deutsche grüne Ersatzpass wird ohne Visum nicht mehr anerkannt) sowie eine eletronische ESTA-Anmeldung. Für einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten ist ein Visum nicht erforderlich, es muss lediglich das grüne Visa-Waiver-Formular sowie ein Zollformular ausgefüllt werden. Bei der Einreise werden auf digitalem Weg Fingerabdrücke gespeichert.

Anreise

Mit dem Flugzeug:

Flüge von Europa nach San Francisco oder Los Angeles. Von dort sind es noch mal 5 Stunden Flug nach Honololu. Hawaiian Airlines fliegt von Honolulu die Flughäfen Kahului, Kapalua und Hana an.

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